Von Bali aus haben wir dann die Faehre nach Lombok genommen. 4 Stunden fuer die paar Meter Ueberfahrt. Dafuer waren fast keine anderen Touris auf dem Schiff, weil wir es eben auf eigene Faust gemacht haben und nicht mit einer durchgaengigen Tour. Wir dachten naemlich so schlau wie wir waren, dass es uns Geld spart und aufregender ist. Pustekuchen. Naja, 4000 Rupies pro Person gespart bis nach Sengiggi. Das sind immerhin 30 Cent, zusammengeschmissen mehr als eine Cola. Dafuer mussten wir in Lombok angekommen, hart verhandeln um einen einigermassen Preis fuer einen geheuerten Fahrer nach Sengiggi zu bekommen. Das lag zwar noch nicht ganz da wo die Faehre hinterher auf die Gilis geht, aber schonmal fast.
Zwei Naechte sind wir dort geblieben. Lombok ist im Unterschied zu Bali ueberwiegend muslimisch und man vermisst sofort die bunten Opfergaben auf den Strassen und sieht dafuer Frauen mit Kopftuechern und Moscheetuerme.
Am Sonntag sind wir dann mit dem Minibus weiter nach Norden wo das Boot nach Gili Trawangan ablegte. Es gibt 3 Gili Inseln, Gili Trawangan die belebteste. Allerdings nicht gerade jetzt in der Low Season.
Trotzdem ist das Meer dort toll und es gibt einen schoenen Strand, viele Restaurants und Bars und sogar kleine Huetten in denen man Filme schauen kann wenn man wenigstens etwas zu essen oder trinken bestellt. Die Tage gehen schnell vorbei, allerdings hat es auch einmal einen ganzen Tag geregnet und einmal ein paar Stunden. Das setzt sofort alle Strassen dort unter Wasser. Aber man braucht sich auch nicht zu wundern wenn man in der Regenzeit hier ist...
Gestern bin ich dann in 12 Stunden den ganzen Weg wieder zurueckgefahren. Boot, Pferdekutsche, Minivan, noch ein Minivan, Faehre, Minivan. Und die Faehre kann man beim Einsteigen nicht richtig von aussen sehen. Allerdings das Boot was an einem vorbei dann in die andere Richtung faehrt. Und man denkt nur: Hoffentlich sieht unsere Faehre nicht auch so nach rostiger Buechse aus!
Allerdings kostet der Spass nur etwas mehr als 2 Euro, man kann sich auch den Umweg sparen und in das Speedboot direkt von Bali auf die Gilis investieren. Kostenpunkt 51 Euro.
Jetzt war ich nochmal eine Nacht in Kuta und Indonesien landet bei mir auf Rang 1 der Laender mit dem nervigsten Verkaufsangequatsche. Und die Maenner hier koennen es sich auch nicht verkneifen das "Sugarbabe" oder "Darling" oder ein Knutschsound aus den hinterhergeworfenen Angeboten rauszulassen.
Irgendwie werde ich das sicher nicht vermissen. In Sydney.
Heute abend geht's dann weiter. Richtung Osten, gefuehlt Richtung Westen.
Freitag, 5. Februar 2010
Ubud & weiter nach Padangbai
So, da ich wieder mal schoen hinterherhinke mit dem Schreiben werde ich das jetzt direkt mal angehen bevor mein naechster Flug heute abend schon geht.
In Ubud waren wir ganze 10 Naechte. Wir, das war ein niederlaendisches Maedel die ich auf dem Weg dorthin kennengelernt habe und ich. Wir hatten zusammen einen Bungalow und haben sind meiste Zeit zusammengewesen. Wir haben viel geschlafen, ich glaube es liegt am Klima. Abends waren wir zwischen 22 und 23 Uhr im Bett und ich hab meistens bis zu 10 oder 11 Stunden geschlafen. Trotz der Regenzeit war es in Ubud relativ trocken, dafuer schwuel und sehr heiss. Anzusehen gibt es in der Gegend viel, z.b. den Monkey Forest Park der wie ein kleiner Dschungel aufgebaut ist mit alten Statuen und voller Lianen und ganz viel Gruen. Darin hausen eine Menge Affen und das war es auch schon, aber es sieht alles so ein klein bisschen maerchenhaft aus - typisch Bali.
Dann sind wir einen Tag mit einem Fahrer zum Kintamanivulkan gefahren, haben uns saemtliche Tempel angeschaut und sonstige touristische Dinge unternommen. Weniger touristisch war dann der Silberschmiedkurs den wir in Ubud gemacht haben. Gluecklicherweise waren wir nur zu zweit, es werden maximal 4 Teilnehmer genommen, aber zu zweit hat man einfach bessere Chancen in den 3 Stunden mehr zu schaffen. Es hat ziemlich Spass gemacht und am liebsten haette ich direkt einen Tageskurs gemacht, aber sowas gibt es leider nicht. Oder wie in Indien wo man das angeblich mehrere Tage machen kann.
Der Kurs kostet etwa 14 Euro inklusive 5 Gramm Silber. Fuer jedes weitere Gramm bezahlt man hier 7000 Rupien was etwa bisschen mehr als 50 Cent sind. Dann kann man sich gut ausrechnen wieviel hier mit Schmuck verdient werden kann. Und Ubud platzt aus allen Naehten vor Laeden. Allerdings eher weniger die wirklich schoene Dinge haben...
Ausserdem haben wir einen Tag eine Kremierung erlebt. So wird es jedenfalls genannt und zwar wird dabei erst einmal vor dem Haus des Toten - der allerdings schon etwa 4 Wochen tot ist - eine Zeremonie abgehalten mit viel buddhistischen Gesten und Braeuchen und einer Art grosser Schrein aus Papier mit viel goldenem Klimmbimm und einem grossen schwarzen Holzbullen der reich verziert ist.
Erst dachten wir der Koerper des Toten sei in dem Bullen. Dann sagte man uns, dass der Koerper woanders aufbewahrt wuerde. Spaeter erzaehlte man uns, dass der Tote schon vorher verbrannt wuerde.
Es kamen immer mehr Menschen hinzu bis eine grosse Ansammlung entstanden war. Jemand - ich nehme an der Sohn des Toten - musste sich auf den Toten setzen und ein paar Maenner nahmen den Bullen der auf einer Art Bambusgestell befestigt war auf die Schultern und ein paar andere nahmen dern Schrein. An dem auch ein totes Huhn hing. Naja, Hauptsache geschmueckt und vollbehangen.
Frauen versuchten auf der Strasse alles moegliche den paar Touristen zu verkaufen. Vor allem Sarongs die man auf dem Friedhof tragen muesse sonst komme man nicht rein und dort vor Ort wuerden sie 150.000 Rupien (11,60 Euro) kosten. Man laesst sich hier schon ziemlich viel einfallen um den Verkauf anzukurbeln...
Dann wurde der Schrein auf der Strasse mehrmal gedreht um symbolisch alle weltlichen Dinge oder schlechten Geister abzuwimmeln (jedenfalls hab ich sowas gelesen) bevor es Richtung Friedhof ging. Die Maenner mit dem Bullen auf den Schultern liefen im Takt der Trommeln und haben zwischendurch immer eine Art Bullenreiten fuer den Jungen auf dem Tier gemacht. Der konnte sich kaum halten und alle liefen dem Zug hinterher zum Friedhof. Die Stimmung war ausgelassen und froehlich, zwischendrin immer ein paar Touristen und die indonesischen Maenner hielten sich immer zu zweit oder zu dritt an den Haenden. Wieso weiss ich nicht.
Auf dem Friedhof gab es dann noch zig Zeremonien, der Bueffel aus Holz wurde geoeffnet und alles moegliche dort hineingelegt und am Ende wurde das Ganze angezuendet genauso wie hinterher der Schrein.
Und dann brannte alles lichterloh und die Menschen gingen langsam wieder. Das war's dann auch schon und auch eher unspektakulaer, aber der Zug zum Friedhof war schon beeindruckend mit den Massen an Menschen und dem Getrommel.
Nach 10 Tagen in Ubud nahmen wir dann den Bus nach Padangbai. Unser Ziel war eine der Giliinseln, aber wir wollten die Tour nicht auf einmal machen und durchweg buchen, sondern auf eigene Faust. Padangbai war unspektakulaer, es liegt an der Ostkueste von Bali von wo aus die Faehre nach Lombok geht.
Auf der Fahrt jedenfalls haben wir eine andere Niederlaenderin kennengelernt, mit der wir spaeter auch auf die Gilis gefahren sind. Und jetzt kann ich wohl mit gutem Gewissen sagen, dass ich - falls ich jemals im Leben nochmal einen CV schreiben muss - neben "Niederlaendisch" wieder "fliessend" schreiben werde!
In Ubud waren wir ganze 10 Naechte. Wir, das war ein niederlaendisches Maedel die ich auf dem Weg dorthin kennengelernt habe und ich. Wir hatten zusammen einen Bungalow und haben sind meiste Zeit zusammengewesen. Wir haben viel geschlafen, ich glaube es liegt am Klima. Abends waren wir zwischen 22 und 23 Uhr im Bett und ich hab meistens bis zu 10 oder 11 Stunden geschlafen. Trotz der Regenzeit war es in Ubud relativ trocken, dafuer schwuel und sehr heiss. Anzusehen gibt es in der Gegend viel, z.b. den Monkey Forest Park der wie ein kleiner Dschungel aufgebaut ist mit alten Statuen und voller Lianen und ganz viel Gruen. Darin hausen eine Menge Affen und das war es auch schon, aber es sieht alles so ein klein bisschen maerchenhaft aus - typisch Bali.
Dann sind wir einen Tag mit einem Fahrer zum Kintamanivulkan gefahren, haben uns saemtliche Tempel angeschaut und sonstige touristische Dinge unternommen. Weniger touristisch war dann der Silberschmiedkurs den wir in Ubud gemacht haben. Gluecklicherweise waren wir nur zu zweit, es werden maximal 4 Teilnehmer genommen, aber zu zweit hat man einfach bessere Chancen in den 3 Stunden mehr zu schaffen. Es hat ziemlich Spass gemacht und am liebsten haette ich direkt einen Tageskurs gemacht, aber sowas gibt es leider nicht. Oder wie in Indien wo man das angeblich mehrere Tage machen kann.
Der Kurs kostet etwa 14 Euro inklusive 5 Gramm Silber. Fuer jedes weitere Gramm bezahlt man hier 7000 Rupien was etwa bisschen mehr als 50 Cent sind. Dann kann man sich gut ausrechnen wieviel hier mit Schmuck verdient werden kann. Und Ubud platzt aus allen Naehten vor Laeden. Allerdings eher weniger die wirklich schoene Dinge haben...
Ausserdem haben wir einen Tag eine Kremierung erlebt. So wird es jedenfalls genannt und zwar wird dabei erst einmal vor dem Haus des Toten - der allerdings schon etwa 4 Wochen tot ist - eine Zeremonie abgehalten mit viel buddhistischen Gesten und Braeuchen und einer Art grosser Schrein aus Papier mit viel goldenem Klimmbimm und einem grossen schwarzen Holzbullen der reich verziert ist.
Erst dachten wir der Koerper des Toten sei in dem Bullen. Dann sagte man uns, dass der Koerper woanders aufbewahrt wuerde. Spaeter erzaehlte man uns, dass der Tote schon vorher verbrannt wuerde.
Es kamen immer mehr Menschen hinzu bis eine grosse Ansammlung entstanden war. Jemand - ich nehme an der Sohn des Toten - musste sich auf den Toten setzen und ein paar Maenner nahmen den Bullen der auf einer Art Bambusgestell befestigt war auf die Schultern und ein paar andere nahmen dern Schrein. An dem auch ein totes Huhn hing. Naja, Hauptsache geschmueckt und vollbehangen.
Frauen versuchten auf der Strasse alles moegliche den paar Touristen zu verkaufen. Vor allem Sarongs die man auf dem Friedhof tragen muesse sonst komme man nicht rein und dort vor Ort wuerden sie 150.000 Rupien (11,60 Euro) kosten. Man laesst sich hier schon ziemlich viel einfallen um den Verkauf anzukurbeln...
Dann wurde der Schrein auf der Strasse mehrmal gedreht um symbolisch alle weltlichen Dinge oder schlechten Geister abzuwimmeln (jedenfalls hab ich sowas gelesen) bevor es Richtung Friedhof ging. Die Maenner mit dem Bullen auf den Schultern liefen im Takt der Trommeln und haben zwischendurch immer eine Art Bullenreiten fuer den Jungen auf dem Tier gemacht. Der konnte sich kaum halten und alle liefen dem Zug hinterher zum Friedhof. Die Stimmung war ausgelassen und froehlich, zwischendrin immer ein paar Touristen und die indonesischen Maenner hielten sich immer zu zweit oder zu dritt an den Haenden. Wieso weiss ich nicht.
Auf dem Friedhof gab es dann noch zig Zeremonien, der Bueffel aus Holz wurde geoeffnet und alles moegliche dort hineingelegt und am Ende wurde das Ganze angezuendet genauso wie hinterher der Schrein.
Und dann brannte alles lichterloh und die Menschen gingen langsam wieder. Das war's dann auch schon und auch eher unspektakulaer, aber der Zug zum Friedhof war schon beeindruckend mit den Massen an Menschen und dem Getrommel.
Nach 10 Tagen in Ubud nahmen wir dann den Bus nach Padangbai. Unser Ziel war eine der Giliinseln, aber wir wollten die Tour nicht auf einmal machen und durchweg buchen, sondern auf eigene Faust. Padangbai war unspektakulaer, es liegt an der Ostkueste von Bali von wo aus die Faehre nach Lombok geht.
Auf der Fahrt jedenfalls haben wir eine andere Niederlaenderin kennengelernt, mit der wir spaeter auch auf die Gilis gefahren sind. Und jetzt kann ich wohl mit gutem Gewissen sagen, dass ich - falls ich jemals im Leben nochmal einen CV schreiben muss - neben "Niederlaendisch" wieder "fliessend" schreiben werde!
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Indonesien
Freitag, 22. Januar 2010
"Hello Madam, yes Lady, duyou need transpart, yes, motorbike, taxi? How can I help you?"
Und es ist nicht so schoen angenehm winterlich wie es beispielsweise noch in Bangkok war. Nein, es ist heiss und schwuel hier. Und es regnet, aber zum Glueck nicht oft. Die Regenzeit hier hat nichts mit der in beispielsweise Indien zu tun.
Und Bali ist wunderschoen, irgendwie hab ich das gar nicht so erwartet.
Letzten Samstag bin ich ja recht spaet abends hier angekommen und wusste eigentlich gar nichts. Zufaellig hatte ich vorher auf einer Karte gesehen in welcher Ecke der Insel Denpasar liegt, aber der Flughafen ist nochmal ein Stueck woanders. Und ich wusste wo die naechste Stadt ist wo viele Backpacker sind. Oder besser gesagt die zum Partymachen hierherkommen. Das ist naemlich Kuta.
Also hab ich mir mit zwei anderen die ich angesprochen habe ein Taxi zum hohen Festpreis nach Kuta genommen und mir ein Zimmer gesucht. Erstmal moeglichst guenstig. Dieselbe Nacht habe ich die erste asiatische Kackerlake erschlagen. Ich hab ja schon eine Menge von diesen riesigen Viechern hier gesehen, aber meine Unlust mir mit ihr mein Bad teilen zu wollen war gross und mein Flipflop musste herhalten. Nachdem ich mehrmals zugeschlagen habe und mich dann umdrehte mir die Zaehne zu putzen, sah ich zufaellig wie sie doch noch wegkroch. Die sind ganz schoen zaeh die Biester. Also flog der Flipflop nochmal drauf und ich war endlich alleine.
Allerdings ist es durch die Feuchtigkeit schwierig eine normale Unterkunft zu finden in der es nicht irgendwo schimmelt. Die erste hab ich nach der ersten Nacht gewechselt, die zweite war schon besser. Kuta ist sehr einfach, weil so viele Leute da sind. Viel Nachtleben und ausser dem Memorial das an die Opfer des Terroraktes 2002 auf einer der Strassen Kutas erinnert, gab es nichts was man sich in der Stadt haette ansehen koennen. Sie ist ueberfuellt mit Surfershops, Pubs und Guesthouses.
Und ich bin ja schn einiges gewoehnt, aber sooft wie man hier auf der Strasse angequatscht wird, weil einem ja unbedingt noch was fehlt was im Laden haengt, liegt oder was auch immer, das hab ich selten erlebt.
Nach 2 Tagen in Kuta hab ich mich laaaangsam an das Klima angefangen zu gewoehnen und bin weitergefahren nach Ubud. Und hier bin ich bald seit einer Woche. Fast mitten auf der Insel. Es ist wunderschoen & relaxt hier, aber doch sehr touristisch. Die Stadt und die Umgebung lebt viel von Handarbeit und scheinbar auch von der "Do you need transport"-Fragerei.
Bali ist wunderschoen, wie schon gesagt, irgendwie magisch teilweise mit der verwinkelten und verzierten Architektur, ueberall Brunnen, kleine Gaerten und oft hat man das Gefuehl, dass Strassen an kleinen Dschungeln vorbeifuehren.
Es ist keine Saison hier, man sieht nicht viele Backpacker, aber ich bin mit einer Niederlaenderin unterwegs die gerade aus Australien hergekommen ist. Alleine bin ich also auch nicht.
Die naechsten zwei Wochen hier lassen sich sicher leicht aushalten.
Und Bali ist wunderschoen, irgendwie hab ich das gar nicht so erwartet.
Letzten Samstag bin ich ja recht spaet abends hier angekommen und wusste eigentlich gar nichts. Zufaellig hatte ich vorher auf einer Karte gesehen in welcher Ecke der Insel Denpasar liegt, aber der Flughafen ist nochmal ein Stueck woanders. Und ich wusste wo die naechste Stadt ist wo viele Backpacker sind. Oder besser gesagt die zum Partymachen hierherkommen. Das ist naemlich Kuta.
Also hab ich mir mit zwei anderen die ich angesprochen habe ein Taxi zum hohen Festpreis nach Kuta genommen und mir ein Zimmer gesucht. Erstmal moeglichst guenstig. Dieselbe Nacht habe ich die erste asiatische Kackerlake erschlagen. Ich hab ja schon eine Menge von diesen riesigen Viechern hier gesehen, aber meine Unlust mir mit ihr mein Bad teilen zu wollen war gross und mein Flipflop musste herhalten. Nachdem ich mehrmals zugeschlagen habe und mich dann umdrehte mir die Zaehne zu putzen, sah ich zufaellig wie sie doch noch wegkroch. Die sind ganz schoen zaeh die Biester. Also flog der Flipflop nochmal drauf und ich war endlich alleine.
Allerdings ist es durch die Feuchtigkeit schwierig eine normale Unterkunft zu finden in der es nicht irgendwo schimmelt. Die erste hab ich nach der ersten Nacht gewechselt, die zweite war schon besser. Kuta ist sehr einfach, weil so viele Leute da sind. Viel Nachtleben und ausser dem Memorial das an die Opfer des Terroraktes 2002 auf einer der Strassen Kutas erinnert, gab es nichts was man sich in der Stadt haette ansehen koennen. Sie ist ueberfuellt mit Surfershops, Pubs und Guesthouses.
Und ich bin ja schn einiges gewoehnt, aber sooft wie man hier auf der Strasse angequatscht wird, weil einem ja unbedingt noch was fehlt was im Laden haengt, liegt oder was auch immer, das hab ich selten erlebt.
Nach 2 Tagen in Kuta hab ich mich laaaangsam an das Klima angefangen zu gewoehnen und bin weitergefahren nach Ubud. Und hier bin ich bald seit einer Woche. Fast mitten auf der Insel. Es ist wunderschoen & relaxt hier, aber doch sehr touristisch. Die Stadt und die Umgebung lebt viel von Handarbeit und scheinbar auch von der "Do you need transport"-Fragerei.
Bali ist wunderschoen, wie schon gesagt, irgendwie magisch teilweise mit der verwinkelten und verzierten Architektur, ueberall Brunnen, kleine Gaerten und oft hat man das Gefuehl, dass Strassen an kleinen Dschungeln vorbeifuehren.
Es ist keine Saison hier, man sieht nicht viele Backpacker, aber ich bin mit einer Niederlaenderin unterwegs die gerade aus Australien hergekommen ist. Alleine bin ich also auch nicht.
Die naechsten zwei Wochen hier lassen sich sicher leicht aushalten.
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Indonesien
Samstag, 16. Januar 2010
Singapur Airport
Meine wievielte Immigration das eben war weiss ich nicht, ich hab aufgehoert zu zaehlen. Nur weil ich ueber Singapur fliege muss ich hier immigrieren. Das bedeutet ganz schoen viel Rumgelaufe, aber wenigstens alles in einem Terminal.
Heute mittag habe ich Bangkok verlassen, zum Allerletzten Mal.
Und immerhin waren es fuenf. Irgendwie hab ich mich schon richtig zu Hause gefuehlt und es tut gut eine Stadt irgendwann einigermassen im Ansatz zu kennen, auch wenn sie so riesig ist.
Jetzt warte ich in Singapur auf meinen Flug nach Bali und weiss im Grunde nicht viel ueber mein naechstes Ziel. Nicht einmal einen Reisefuehrer habe ich besorgt. Aber ich hoffe einfach, dass sich das irgendwie ergibt, auch wenn ich erst gegen 21 Uhr dort ankommen werde.
Ein bisschen ueber die letzten Tage in Kambodscha & Suedthailand werde ich spaeter schreiben, irgendwie war dazu keine Zeit bisher...
Heute mittag habe ich Bangkok verlassen, zum Allerletzten Mal.
Und immerhin waren es fuenf. Irgendwie hab ich mich schon richtig zu Hause gefuehlt und es tut gut eine Stadt irgendwann einigermassen im Ansatz zu kennen, auch wenn sie so riesig ist.
Jetzt warte ich in Singapur auf meinen Flug nach Bali und weiss im Grunde nicht viel ueber mein naechstes Ziel. Nicht einmal einen Reisefuehrer habe ich besorgt. Aber ich hoffe einfach, dass sich das irgendwie ergibt, auch wenn ich erst gegen 21 Uhr dort ankommen werde.
Ein bisschen ueber die letzten Tage in Kambodscha & Suedthailand werde ich spaeter schreiben, irgendwie war dazu keine Zeit bisher...
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Phnom Phen
Wir waren nur 5 Tage in Kambodscha, aber wir wollten unbedingt noch in Thailands Sueden und somit blieb leider nicht so viel Zeit fuer das Land. Allerdings wuerde ich gerne nochmal zurueck dorthin um mehr Zeit dort zu verbringen.
Von Ho Chi Minh City aus fuhren wir direkt nach Phnom Phen und haben zwei Naechte dort verbracht. Die Stadt an sich ist nichts besonderes, aber nicht so stressig wie Ho Chi Minh oder Hoi An und wir haben es genossen, dass es etwas ruhiger war.
Sogar eine finnische Bar haben wir dort gefunden und der Besitzer hat seinen Salmiakki selber hergestellt. Es waren mehrere Finnen dort, auch zwei die ich vorher schon in Laos mal gesehen hatte, aber typischerweise haben die nicht so viel gesagt.
Am zweiten Tag haben wir mit dem starken Beduerfnis nach einem guten Milchkaffee uns ein nettes Kaffee gesucht. Im Gegensatz zu den Laendern drumherum ist das Essen in Kambodscha ganz schoen teuer. Und normalerweise zahlt man nicht in Landeswaehrung sondern in US Dollar. Das hat uns erstmal gewundert.
Nachdem wir ein huebsches Kaffee durchgeschlemmt haben (Banaaaanaaashake <3) sind wir zum ehemaligen S-21 Gefaengnis gefahren. Es war in einer alten Schule untergebracht und heute ein Museum welches an die Folterungen unter der Herrschaft der Khmer Rouge erinnert. Sehr intensive Erfahrung sich das anzuschauen.
Und sehr traurig und erschreckend. Es gibt massenhaft Fotos von ehemaligen Haeftlingen, die meisten Bilder wurden vor den Folterungen aufgenommen, fast niemand hat das Gefaengnis ueberlebt.
Danach ging es dann noch zu den Killing Fields, auf denen viele der Haeftlinge erschlagen wurden oder sonstwie ums Leben kamen.
Mich hat gewundert, dass die Kambodschaner, trotz dass an ihnen solch ein Genozid veruebt wurde, so froehliche Menschen sind. Das Ganze ist ja gerade mal 30 Jahre her und fast jeder der heute dort lebt muesste durch seine Familie oder Freunde zumindest irgendwie in den Kontakt der Erfahrung gekommen sein jemanden durch die Khmer verloren zu haben.
Das war schon sehr beeindruckend und ich werde mir sicher noch eine Autobiografie besorgen die die Geschichte von jemandem erzaehlt der unter dieser Herrschaft gelebt hat.
Von Ho Chi Minh City aus fuhren wir direkt nach Phnom Phen und haben zwei Naechte dort verbracht. Die Stadt an sich ist nichts besonderes, aber nicht so stressig wie Ho Chi Minh oder Hoi An und wir haben es genossen, dass es etwas ruhiger war.
Sogar eine finnische Bar haben wir dort gefunden und der Besitzer hat seinen Salmiakki selber hergestellt. Es waren mehrere Finnen dort, auch zwei die ich vorher schon in Laos mal gesehen hatte, aber typischerweise haben die nicht so viel gesagt.
Am zweiten Tag haben wir mit dem starken Beduerfnis nach einem guten Milchkaffee uns ein nettes Kaffee gesucht. Im Gegensatz zu den Laendern drumherum ist das Essen in Kambodscha ganz schoen teuer. Und normalerweise zahlt man nicht in Landeswaehrung sondern in US Dollar. Das hat uns erstmal gewundert.
Nachdem wir ein huebsches Kaffee durchgeschlemmt haben (Banaaaanaaashake <3) sind wir zum ehemaligen S-21 Gefaengnis gefahren. Es war in einer alten Schule untergebracht und heute ein Museum welches an die Folterungen unter der Herrschaft der Khmer Rouge erinnert. Sehr intensive Erfahrung sich das anzuschauen.
Und sehr traurig und erschreckend. Es gibt massenhaft Fotos von ehemaligen Haeftlingen, die meisten Bilder wurden vor den Folterungen aufgenommen, fast niemand hat das Gefaengnis ueberlebt.
Danach ging es dann noch zu den Killing Fields, auf denen viele der Haeftlinge erschlagen wurden oder sonstwie ums Leben kamen.
Mich hat gewundert, dass die Kambodschaner, trotz dass an ihnen solch ein Genozid veruebt wurde, so froehliche Menschen sind. Das Ganze ist ja gerade mal 30 Jahre her und fast jeder der heute dort lebt muesste durch seine Familie oder Freunde zumindest irgendwie in den Kontakt der Erfahrung gekommen sein jemanden durch die Khmer verloren zu haben.
Das war schon sehr beeindruckend und ich werde mir sicher noch eine Autobiografie besorgen die die Geschichte von jemandem erzaehlt der unter dieser Herrschaft gelebt hat.
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Kambodscha
Mittwoch, 30. Dezember 2009
17 Stunden Zugfahrt
Von Da Nang nach Ho Chi Minh.
Den Preis fuer das Zugticket emfpand ich irgendwie als unverschaemt. Mehr als 30 Euro und es war so eine Art 2te Klasse Schlafwagen, aber viel schlechter als beispielsweise in Thailand, obwohl es immerhin Abteile waren. Der Zug kam aus - ich glaube es war Ha Noi - und wir hatten zwei Tickets fuer obere Betten. Die Laken und Bettwaesche war benutzt und erst auf nachfragen bekamen wir zumindest neue Laken. Irgendwie schien die Schaffnerin die fuer unseren Waggon zustaendig war ganz nett, ich war positiv ueberrascht sie laecheln zu sehen und nicht so ernst dreinschauend wie die meisten. Obwohl sie auch wie die meisten anderen kein Wort Englisch sprach. Sie zeigte uns an, dass wir auch die unteren betten benutzten koennten und wir mit unseren grossen Rucksaecken waren ganz froh darueber. Wir bezogen die duennen Matratzen neu (wobei wir nachher feststellten, dass 3te Klasse nochmal halb so duenne Matratzen haben) und haben erstmal geschlafen. Spaeter kam ein Typ und kletterte in Bett ueber mir und nochmal spaeter kam eine Frau und zog ins Bett ueber Marcus ein.
So gegen 14 Uhr, also 3 Stunden spaeter kam die Schaffnerin erneut rein, diesmal ohne Laecheln im Gesicht und fuchtelte mit den Armen rum, wollte zum mindestens 3. mal unsere Tickets sehen und schien uns dann auf vietnamesisch zu erklaeren, dass wir die Betten oben haetten. Wir versuchten ihr zu erklaeren, dass sie uns doch zuerst verstaendlich gemacht habe, dass wir unten schlafen konnten. Aber da war sie Granit und verstand ja eh kein Englisch. No no! war das Einzige was sie auf Englisch sagen konnte. Obwohl es den beiden unter uns Liegenden egal war, mussten wir alle Betten tauschen, oben neu beziehen & unser Gepaeck so gut es ging aus dem Weg schaffen. Selbst die andere Frau im Abteil deutete mir an, dass die Schaffnerin wohl ziemlich seltsam sei und man nichts machen koenne. Naja, das war nur eines der Auseinandersetzungen im Zug die schwierig sind wenn man nichts versteht. Wir wurden aus dem "Restaurantwagen" geschmissen, obwohl wir gerade noch am Biertrinken waren und hatten spaeter noch seltsame Abteilmitbewohner.
Als wir morgens um 4 in Ho Chi Minh ankamen, haben wir erstmal eine Weile auf einer Parkbank vor dem Bahnhof ueberlegt, ob wir nicht zumindest eine Nacht dort verbringen sollten. Letztendlich haben wir uns entschieden den naechsten Bus Richtung Cambodia zu nehmen. Flucht nach vorne oder gen Norden sozusagen. Also sassen wir um 7.30 Uhr am selben morgen nach 17 Stunden Zugfahrt direkt im Bus 6 Stunden nach Phnom Penh. Die Busfahrt war gut, seltsamerweise gab es eine Busbegleiterin die eine gewisse Verantwortung empfand und uns ab und zu die Landschaft erklaerte.
Den Preis fuer das Zugticket emfpand ich irgendwie als unverschaemt. Mehr als 30 Euro und es war so eine Art 2te Klasse Schlafwagen, aber viel schlechter als beispielsweise in Thailand, obwohl es immerhin Abteile waren. Der Zug kam aus - ich glaube es war Ha Noi - und wir hatten zwei Tickets fuer obere Betten. Die Laken und Bettwaesche war benutzt und erst auf nachfragen bekamen wir zumindest neue Laken. Irgendwie schien die Schaffnerin die fuer unseren Waggon zustaendig war ganz nett, ich war positiv ueberrascht sie laecheln zu sehen und nicht so ernst dreinschauend wie die meisten. Obwohl sie auch wie die meisten anderen kein Wort Englisch sprach. Sie zeigte uns an, dass wir auch die unteren betten benutzten koennten und wir mit unseren grossen Rucksaecken waren ganz froh darueber. Wir bezogen die duennen Matratzen neu (wobei wir nachher feststellten, dass 3te Klasse nochmal halb so duenne Matratzen haben) und haben erstmal geschlafen. Spaeter kam ein Typ und kletterte in Bett ueber mir und nochmal spaeter kam eine Frau und zog ins Bett ueber Marcus ein.
So gegen 14 Uhr, also 3 Stunden spaeter kam die Schaffnerin erneut rein, diesmal ohne Laecheln im Gesicht und fuchtelte mit den Armen rum, wollte zum mindestens 3. mal unsere Tickets sehen und schien uns dann auf vietnamesisch zu erklaeren, dass wir die Betten oben haetten. Wir versuchten ihr zu erklaeren, dass sie uns doch zuerst verstaendlich gemacht habe, dass wir unten schlafen konnten. Aber da war sie Granit und verstand ja eh kein Englisch. No no! war das Einzige was sie auf Englisch sagen konnte. Obwohl es den beiden unter uns Liegenden egal war, mussten wir alle Betten tauschen, oben neu beziehen & unser Gepaeck so gut es ging aus dem Weg schaffen. Selbst die andere Frau im Abteil deutete mir an, dass die Schaffnerin wohl ziemlich seltsam sei und man nichts machen koenne. Naja, das war nur eines der Auseinandersetzungen im Zug die schwierig sind wenn man nichts versteht. Wir wurden aus dem "Restaurantwagen" geschmissen, obwohl wir gerade noch am Biertrinken waren und hatten spaeter noch seltsame Abteilmitbewohner.
Als wir morgens um 4 in Ho Chi Minh ankamen, haben wir erstmal eine Weile auf einer Parkbank vor dem Bahnhof ueberlegt, ob wir nicht zumindest eine Nacht dort verbringen sollten. Letztendlich haben wir uns entschieden den naechsten Bus Richtung Cambodia zu nehmen. Flucht nach vorne oder gen Norden sozusagen. Also sassen wir um 7.30 Uhr am selben morgen nach 17 Stunden Zugfahrt direkt im Bus 6 Stunden nach Phnom Penh. Die Busfahrt war gut, seltsamerweise gab es eine Busbegleiterin die eine gewisse Verantwortung empfand und uns ab und zu die Landschaft erklaerte.
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Kambodscha,
Vietnam
Sonntag, 27. Dezember 2009
Vietnam - von Norden nach Sueden.
Und zwar in nur 11 Tagen.
Von Bangkok aus sind Marcus und ich am 19.12. nach Ha Noi geflogen und eigentlich wollte ich mich davon ueberzeugen, dass Vietnam doch viel netter sein kann oder zumindest die Mentalitaet der Menschen dort, als was ich vorher berichtet bekommen habe.
Die ersten Tage waren sehr kalt, es war richtig winterlich in Ha Noi und wir mussten uns schnell mit einer Jacke und Pullover ausruesten. Es war schrecklich viel Verkehr, in meinem Leben habe ich nicht so viele Roller auf einmal gesehen. Es dauerte eine Weile bis man sich an den Laerm gewoehnt hatte und das wirklich konstante Hupen. Das dient naemlich dazu die Verkehrsregel "rechts vor links"zu ersetzen, denn niemand hat in dem Verkehrsfluss Zeit anzuhalten und nach Vorfahrthabenden zu schauen die aus den anderen Strassen herausquellen. Daher wird vor jeder Strassenecke mindestens mehrmals laut gehupt. Bei 100 Rollern auf 5 m2 ist das ganz schoen laut, vor allem weil sie nicht nur dann hupen, sondern auch wenn ihnen jemand im Weg ist oder sie Angst bekommen oder wenn sie Geburtstag haben oder hatten oder wenn sie verliebt sind. Gefuehlt.. Sprich: andauernd.
Die Strassen sind eng, vor allem im Old Quater in dem wir gewohnt haben und viele Cafes und Laeden sind nach vorne hin offen. Typisch fuer Suedostasien, schwierig wenn man nicht bibbernd in der Kaelte essen moechte. Passend zur Stimmung haben wir dann Ho Chi Minh in seinem Mausoleum besucht.
Das fuehlte sich richtig schoen kommunistisch an, wie man vorher alles abgeben musste und dann Handy und Kamera nochmal getrennt aufbewahren lassen musste, in Zweierreihen wie in der Grundschule sich aufstellen musste um dann unter den nicht-mit-der-Wimper-zuckenden Augen von zig Militaers oder Polizisten schoen in der Reihe ins Gebaeude reinzuschlurfen, am kremierten Onkel Ho (der das ja ausdruecklich gar nicht wollte) in der dunklen Kammer vorbei, nicht zu lange schauend, sonst liefen sie ja von hinten auf.
In der Zeit in der vietnamesischen Hauptstadt sind wir fuer zwei Tage nach Halong Bay gefahren um dort eine der beruehmten Schiffstouren zu machen. Anders als erhofft war es dort draussen auf dem Land noch kaelter als wir losfuhren. Allerdings haben wir etwas mehr bezahlt fuer den Trip und hatten ein schoenes Schiff auf dem wir 2 Tage zusammen mit einem anderen Paar unterwegs waren. Nachmittags kam dann sogar wie versprochen die Sonne raus und wir haben uns die Caves auf einer der Inseln dort angeschaut und auf einer anderen Inseln sind wir nachmittags zum Aussichtspunkt geklettert. Die Aussicht und ueberhaupt Halong Bay sind wunderschoen.
Und der Sonnenuntergang dort erst...
Der naechste Tag war wieder total bewoelkt und ein bisschen deprimierend, vor allem wenn man die ganze Zeit Sonne gewoehnt ist, aber dafuer war es nicht mehr so kalt. Und in derselben Nacht sind wir von Ha Noi mit dem Sleeperbus nach Hue gefahren, knapp 700 km suedlicher an der Kueste. Dort waren wir ein oder zwei Naechte, haben uns die alte Zitadelle angeschaut und waren froh wieder in der Waerme zu sein. Es gab immer noch viele Roller, aber nicht mehr in dem Ausmass und nicht dieselbe Lautstaerke.
Einen Tag spaeter sind wir dann mit dem Sleeperbus tagsueber nach Hoi an gefahren. Weil wir so viel Positives darueber gehoert hatten, haben wir dann dort Weihnachten verbracht. Diesmal mit 4 Sternchen.
Hoi an ist die Stadt der Schneider, ein Atelier klebt am anderen und fuer lau schneidern sie einem alles nach Mass. Ausserdem ist es sehr niedlich dort, die alten Haeuser und ueberhaupt die Szenerie.
Jetzt schleppe ich allerdings seitdem einen massgeschneiderten Herbstmantel (jetzt schon mein Lieblingsstueck) und ein warmes Kleid mit mir rum (Danke Sevda, ich hab eine Stylepastevorlage aus deinem Blog benutzt). Aber das zu Verschicken war mir zu unsicher.
Von Bangkok aus sind Marcus und ich am 19.12. nach Ha Noi geflogen und eigentlich wollte ich mich davon ueberzeugen, dass Vietnam doch viel netter sein kann oder zumindest die Mentalitaet der Menschen dort, als was ich vorher berichtet bekommen habe.
Die ersten Tage waren sehr kalt, es war richtig winterlich in Ha Noi und wir mussten uns schnell mit einer Jacke und Pullover ausruesten. Es war schrecklich viel Verkehr, in meinem Leben habe ich nicht so viele Roller auf einmal gesehen. Es dauerte eine Weile bis man sich an den Laerm gewoehnt hatte und das wirklich konstante Hupen. Das dient naemlich dazu die Verkehrsregel "rechts vor links"zu ersetzen, denn niemand hat in dem Verkehrsfluss Zeit anzuhalten und nach Vorfahrthabenden zu schauen die aus den anderen Strassen herausquellen. Daher wird vor jeder Strassenecke mindestens mehrmals laut gehupt. Bei 100 Rollern auf 5 m2 ist das ganz schoen laut, vor allem weil sie nicht nur dann hupen, sondern auch wenn ihnen jemand im Weg ist oder sie Angst bekommen oder wenn sie Geburtstag haben oder hatten oder wenn sie verliebt sind. Gefuehlt.. Sprich: andauernd.
Die Strassen sind eng, vor allem im Old Quater in dem wir gewohnt haben und viele Cafes und Laeden sind nach vorne hin offen. Typisch fuer Suedostasien, schwierig wenn man nicht bibbernd in der Kaelte essen moechte. Passend zur Stimmung haben wir dann Ho Chi Minh in seinem Mausoleum besucht.
Das fuehlte sich richtig schoen kommunistisch an, wie man vorher alles abgeben musste und dann Handy und Kamera nochmal getrennt aufbewahren lassen musste, in Zweierreihen wie in der Grundschule sich aufstellen musste um dann unter den nicht-mit-der-Wimper-zuckenden Augen von zig Militaers oder Polizisten schoen in der Reihe ins Gebaeude reinzuschlurfen, am kremierten Onkel Ho (der das ja ausdruecklich gar nicht wollte) in der dunklen Kammer vorbei, nicht zu lange schauend, sonst liefen sie ja von hinten auf.
In der Zeit in der vietnamesischen Hauptstadt sind wir fuer zwei Tage nach Halong Bay gefahren um dort eine der beruehmten Schiffstouren zu machen. Anders als erhofft war es dort draussen auf dem Land noch kaelter als wir losfuhren. Allerdings haben wir etwas mehr bezahlt fuer den Trip und hatten ein schoenes Schiff auf dem wir 2 Tage zusammen mit einem anderen Paar unterwegs waren. Nachmittags kam dann sogar wie versprochen die Sonne raus und wir haben uns die Caves auf einer der Inseln dort angeschaut und auf einer anderen Inseln sind wir nachmittags zum Aussichtspunkt geklettert. Die Aussicht und ueberhaupt Halong Bay sind wunderschoen.
Und der Sonnenuntergang dort erst...
Der naechste Tag war wieder total bewoelkt und ein bisschen deprimierend, vor allem wenn man die ganze Zeit Sonne gewoehnt ist, aber dafuer war es nicht mehr so kalt. Und in derselben Nacht sind wir von Ha Noi mit dem Sleeperbus nach Hue gefahren, knapp 700 km suedlicher an der Kueste. Dort waren wir ein oder zwei Naechte, haben uns die alte Zitadelle angeschaut und waren froh wieder in der Waerme zu sein. Es gab immer noch viele Roller, aber nicht mehr in dem Ausmass und nicht dieselbe Lautstaerke.
Einen Tag spaeter sind wir dann mit dem Sleeperbus tagsueber nach Hoi an gefahren. Weil wir so viel Positives darueber gehoert hatten, haben wir dann dort Weihnachten verbracht. Diesmal mit 4 Sternchen.
Hoi an ist die Stadt der Schneider, ein Atelier klebt am anderen und fuer lau schneidern sie einem alles nach Mass. Ausserdem ist es sehr niedlich dort, die alten Haeuser und ueberhaupt die Szenerie.
Jetzt schleppe ich allerdings seitdem einen massgeschneiderten Herbstmantel (jetzt schon mein Lieblingsstueck) und ein warmes Kleid mit mir rum (Danke Sevda, ich hab eine Stylepastevorlage aus deinem Blog benutzt). Aber das zu Verschicken war mir zu unsicher.
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Vietnam
Donnerstag, 24. Dezember 2009
4 thousand Islands
Jetzt ist es schon wieder ein paar Tage her, dass ich Laos verlassen habe.
Und die letzten Tage dort habe ich mit Conor (der vorher 3 Wochen mit Karin vom Bananapancakestand gereist ist) auf 4thousand Islands verbracht. Genauer gesagt auf der Insel Don Det.
Von Vientiane haben wir den Sleeperbus nachts nach Pakse genommen. 10 Stunden im Bus und wir waren die einzigen Touristen. Leider war der Bus auch eher fuer asiatische Groessen gebaut und so quetschten wir uns irgendwie mit rein. Schlafen ging so, zumindest ein paar Stunden. Morgens kamen wir um etwa 6 Uhr in Pakse an, hatten Zeit fuer einen Tee an der Busstation und unser 'local bus' der uns in 3 Stunden zu den Inseln bringen sollte, stellte sich als offener Bus heraus. So eine Art Riesentuktuk.
Und die Fuellmenge ist mehr als variabel. Also haben wir uns dort reingequetscht, samt allem was die Laoten so vom Markt und von sonstwo mitbrachten, samt einer grossen Matratze die an der Aussenseite drangeschnallt wurde. Diejenigen die nicht mehr reinpassten, standen einfach hinten aussen auf dem Trittbrett. Und so ging es die 3 Stunden dann weiter Richtung Sueden. An allen moeglichen Strassenecken wurden Leute rausgelassen oder aufgeklaubt und manchmal hielt der Bus an und von aussen streckten sich ploetzlich zig Haende und Arme in den Bus durch die innen sitzenden Menschen und hielten uns Suesskartoffeln oder Haehnchenfleisch am Spiess vor die Nase.
Die letzte Strecke war eine braunig erdige Strasse die vor einer Weile noch tiefste Schlagloecher hatte. Conor war dort 3 Wochen zuvor schon einmal lang entlang gefahren und erzaehlte vom Achsbruch des Busses...
Wir hielten uns alles moegliche vors Gesicht, trotzdem fuellte sich mein Mund mit Sand und ueber alle Klamotten legte sich eine staubige Erdschicht.
Aber es war nur noch eine kurze Bootfahrt bis zur Insel und innerhalb kuerzester Zeit waren wir jeder im Besitz einer kleinen Huette auf der Insel im Mekongdelta und mussten feststellen, dass das wirklich der gelassenste alles Orte in Laos ist. Es war wenig los, es gab ein paar Cafes und Restaurants die allerdings auch schon um 23.30 dichtmachten und die ersten beiden Tage haben wir uns ein Fahrrad gemietet um auf die Nachbarinsel zu fahren wo es grosse Wasserfaelle gab und einen versteckten Strand mit einer kleinen Stelle an der man ins Wasser gehen konnte. Das Wetter war spuerbar heisser als noch in der Hauptstadt und man war vor Hitze gezwungen sich regelmaessig abzukuehlen. Der Strand war quarzhaltig und selbst mit Schuhen konnte ich darauf kaum laufen.
Ansonsten blieben die Tage irgendwo zwischen Beerlaos, Haengematte und tollen Sonnenuntergang haengen.
Und die letzten Tage dort habe ich mit Conor (der vorher 3 Wochen mit Karin vom Bananapancakestand gereist ist) auf 4thousand Islands verbracht. Genauer gesagt auf der Insel Don Det.
Von Vientiane haben wir den Sleeperbus nachts nach Pakse genommen. 10 Stunden im Bus und wir waren die einzigen Touristen. Leider war der Bus auch eher fuer asiatische Groessen gebaut und so quetschten wir uns irgendwie mit rein. Schlafen ging so, zumindest ein paar Stunden. Morgens kamen wir um etwa 6 Uhr in Pakse an, hatten Zeit fuer einen Tee an der Busstation und unser 'local bus' der uns in 3 Stunden zu den Inseln bringen sollte, stellte sich als offener Bus heraus. So eine Art Riesentuktuk.
Und die Fuellmenge ist mehr als variabel. Also haben wir uns dort reingequetscht, samt allem was die Laoten so vom Markt und von sonstwo mitbrachten, samt einer grossen Matratze die an der Aussenseite drangeschnallt wurde. Diejenigen die nicht mehr reinpassten, standen einfach hinten aussen auf dem Trittbrett. Und so ging es die 3 Stunden dann weiter Richtung Sueden. An allen moeglichen Strassenecken wurden Leute rausgelassen oder aufgeklaubt und manchmal hielt der Bus an und von aussen streckten sich ploetzlich zig Haende und Arme in den Bus durch die innen sitzenden Menschen und hielten uns Suesskartoffeln oder Haehnchenfleisch am Spiess vor die Nase.
Die letzte Strecke war eine braunig erdige Strasse die vor einer Weile noch tiefste Schlagloecher hatte. Conor war dort 3 Wochen zuvor schon einmal lang entlang gefahren und erzaehlte vom Achsbruch des Busses...
Wir hielten uns alles moegliche vors Gesicht, trotzdem fuellte sich mein Mund mit Sand und ueber alle Klamotten legte sich eine staubige Erdschicht.
Aber es war nur noch eine kurze Bootfahrt bis zur Insel und innerhalb kuerzester Zeit waren wir jeder im Besitz einer kleinen Huette auf der Insel im Mekongdelta und mussten feststellen, dass das wirklich der gelassenste alles Orte in Laos ist. Es war wenig los, es gab ein paar Cafes und Restaurants die allerdings auch schon um 23.30 dichtmachten und die ersten beiden Tage haben wir uns ein Fahrrad gemietet um auf die Nachbarinsel zu fahren wo es grosse Wasserfaelle gab und einen versteckten Strand mit einer kleinen Stelle an der man ins Wasser gehen konnte. Das Wetter war spuerbar heisser als noch in der Hauptstadt und man war vor Hitze gezwungen sich regelmaessig abzukuehlen. Der Strand war quarzhaltig und selbst mit Schuhen konnte ich darauf kaum laufen.
Ansonsten blieben die Tage irgendwo zwischen Beerlaos, Haengematte und tollen Sonnenuntergang haengen.
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Laos
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Friseur auf vietnamesisch
Spontanerweise bin ich in Ha Noi zum Friseur gegangen. Der Pony musste wieder in die Form eines selbigen gebracht werden. Ich hab lange ueberlegt ob ich mich hier jemals in einen Laden trauen wuerde und dann sind wir an einem L'Oreal Laden vorbeigelaufen und da ein Schnitt mit umgerechnet etwa 5,70 Euro ziemlich bezahlbar war, hab ich mich dann getraut. Auch wenn sie fast kein Englisch sprachen, war es sehr lustig. So lange hab ich noch nie beim Friseur gesessen. Alleine das Haare waschen hat ewig gedauert.
Als das Maedel das dritte Mal irgendwelchen Shampoopflegekram auf meinem Kopf verteilte, war mir klar, dass es nicht nur ein Job fuer sie war...
Ganz klare Leidenschaft. Und fuer den Friseur waren meine Haare auch der Hoehepunkt seiner Friseurtraeume. So ganz anders als das ewig dunkle vietnamesische Haar. Die ganze Zeit murmelte er "beautiful" und als er hinterher anfing jede Straehne bestehend aus 20 Haaren einzeln zu foehnen war mir klar, dass ich so schnell dort nicht rauskommen wuerde.
Und gefuehlt standen seine ganzen Kollegen und sonstigen Freunde kichernd um mich herum, diskutierten was was genau auf Englisch heisst und kamen leider nicht weit.
Ich war nur froh ihm klarmachen zu koennen, dass ich meine langen Haare behalten wollte und keine Locken gefoehnt bekommen wollte.
Als ich nach etwa 80 Minuten da raus war, war ich gluecklich, dass es nicht daneben gegangen war und die Frisur auch tatsaechlich ganz huebsch war.
Als das Maedel das dritte Mal irgendwelchen Shampoopflegekram auf meinem Kopf verteilte, war mir klar, dass es nicht nur ein Job fuer sie war...
Ganz klare Leidenschaft. Und fuer den Friseur waren meine Haare auch der Hoehepunkt seiner Friseurtraeume. So ganz anders als das ewig dunkle vietnamesische Haar. Die ganze Zeit murmelte er "beautiful" und als er hinterher anfing jede Straehne bestehend aus 20 Haaren einzeln zu foehnen war mir klar, dass ich so schnell dort nicht rauskommen wuerde.
Und gefuehlt standen seine ganzen Kollegen und sonstigen Freunde kichernd um mich herum, diskutierten was was genau auf Englisch heisst und kamen leider nicht weit.
Ich war nur froh ihm klarmachen zu koennen, dass ich meine langen Haare behalten wollte und keine Locken gefoehnt bekommen wollte.
Als ich nach etwa 80 Minuten da raus war, war ich gluecklich, dass es nicht daneben gegangen war und die Frisur auch tatsaechlich ganz huebsch war.
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Vietnam
Mittwoch, 16. Dezember 2009
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