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Mittwoch, 3. März 2010

Mittwoch, 24. Februar 2010

Airlie Beach & Whitsundays

Nachdem ich jetzt ein paar Tage in Airlie Beach und draussen auf dem Meer bei strahlender Sonne verbracht habe ist meine Reislust wieder etwas zurueckgekehrt. Hier ist es einfach viel lebhafter, wenn auch sehr klein.
Das Meer liegt direkt 2 Minuten laufen von der 'Hauptstrasse' entfernt und da man dort ja nicht baden darf gibt es wie in vielen Staedten eine Lagune direkt vor dem Meer.

Airlie Beach ist der Ausgangspunkt fuer Segeltouren zu den Whitsunday Islands und eigentlich hatte ich entschieden nur fuer eine Nacht herzukommen und statt der Segeltour die Tour nach Fraser Island zu machen. Zeitbedingt musste ich mich entscheiden. Die erste Nacht hier im Hostel war ziemlich nett, weil das Hostel aus Studios mit Meerblick, Balkon, Kueche und Fernseher inklusive bestand. Dann habe ich ausgecheckt und dann spontan doch die Segeltour fuer 3 Tage / 2 Naechte gebucht.

Das Schiff war ein Katamaran und wir waren 23 Leute plus 4 Crewmitglieder und nur 3 von uns waren Deutsche. Die meisten waren Englaender, Amerikaner, ausserdem eine Schwedin und zwei Finninen. Man konnte entweder tauchen oder schnorcheln und das nicht zu wenig und natuerich lecker essen und sich den ganzen Tag in den Netzen des Schiffs oder irgendwo an Deck sonnen. Die Sonne ist so stark, dass jeder immer mit einer Tube Sonnencreme in der Hand rumlaeuft oder am besten direkt mit den kleinen Containern die man hier kaufen kann.
Wir hatten trotz Regenzeit sooo Glueck mit dem Wetter und es hat nur in der ersten Nacht mal kurz etwas geregnet.
Die Morgenden fingen frueh an, um 6 Uhr hat das Boot immer abgelegt und der ersten Morgen fing dann auch damit an, dass das Schiff bei eher turbulenterem Seegang anfing zum ersten Tauchpunkt zu fahren und mir, die sich noch im Schiff befand hat es erstmal den Magen umgekurbelt.
Das Gefuehl der Uebelkeit kommt einfach schneller wenn man noch unten im Schiff ist und das Fruehstueck musste erstmal warten. Aber das wurde dann schnell besser und der Tag war extrem lang, weil wir so frueh anfingen. Zum Glueck.
Am selben Tag sind wir auch zum Whitehavenbeach gefahren, bzw. ueber einen teil der Insel zum Strand gelaufen und was sich dann vor dem Aussichtspunkt vor einem erstreckt ist der Traumstrand schlechthin.
Der Sand aus 98% Silikon quietscht beim drueberlaufen und ist so weiss, dass er alles reflektiert und nicht heiss wird. Das Wasser natuerlich tuerkisblau, kristallklar, viel zu warm und der Haken - man darf nicht ohne Stingersuit ins Wasser. Beziehungsweise sollte es nicht tun. Aber das ist hier am Riff nichts neues, aber es nervt. Bei der Hitze wuerde man gerne einfach mal vom Schiff ins Meer springen, aber vorher muss man sich in den engen schwarzen Anzug zwaengen. Great.

Jetzt sind wir seit gestern wieder zurueck und mein Plan den Nachtbus Richtung Sueden zu nehmen wurde zunichte gemacht, weil es einfach keinen Platz mehr gab. Also konnte ich mit der Tourtruppe gestern abend noch weggehen, hab nochmal eine Nacht im Hostel verbracht, direkt in der Ausflugschneise der Klimaanlage und nehme heute abend dann endlich den Bus. Direkt durch nach Brisbane wenn ich das durchhalte. 1098 Kilometer, 18,5 Stunden. Und am Sonntag geht es dann nach Auckland.
Und bei Tim, einem alten Kollegen den ich dort treffe und der ein paar Tage spaeter nach Hamburg fliegt hab ich schon vorsichtig nachgefragt und mein Wunsch wurde erfuellt - er fliegt Emirates. 30 Kg Freigepaeck. Und Maenner packen ja meistens nicht so viel ein. Das heisst ich werde endlich wieder einen Teil meiner Last los, ohne teure Paketgebuehren oder schmerzhafte Verluste durch Entsorgung (geht gaaanz schwierig nur bei mir). Darauf freue ich mich fast schon am meisten...

Freitag, 19. Februar 2010

Regen Regen Regen

In der Regenzeit, irgendwie nicht untypisch.
Seitdem ich an der Ostkueste bin treffe ich leider fast nur Leute die sich auf zu Hause freuen oder eben auf Neuseeland. Oder sich gefreut haben dort zu sein und dann hierher zurueckmussten. Irgendwie hab ich nicht viel erwartet von Australiens Ostkueste, aber trotzdem bin ich etwas enttaeuscht.
Auf Magnetic Island hat es fast zwei Tage nur durchgeschuettet, obwohl wir in der schlimmsten Hitze dort ankamen und uns auf die Tage dort freuten.
Dauerregen hiess dann dass wir den ganzen Tag in unserer YHA Huette waren, geschlafen haben und gelesen. Und nachts fing es dann an durch das Dach zu tropfen, es hoerte einfach nicht mehr auf. Als ich abends mal mit dem Riesenschirm rausging um zu schauen ob noch jemand an der Rezeption war dem man die Sache mit dem durchtropfenden Dach mal erzaehlen koennte (war natuerlich niemand mehr da), hab ich mal auf die Strasse geschaut. Beziehungsweise das was mal eine Strasse war. Vom Grundstueck auf dem die Hostelanlage war lief das Wasser in Stroemen runter auf die Strasse die sowieso schon als ein Fluss daherkam. Man sah nur noch ein kleines Stueckchen Teer, der Rest war mit herunterstroemendem Wasser bedeckt. Und der Weg zu unserer Huette stand auch knoecheltief voll.

Gestern bin ich wieder nach Townsville wo ich nach einer Nacht jetzt auf meinen Bus in den Sueden warte. Airlie Beach.
Wobei man Touren wie auf die Whitsundays oder Fraser Island vielleicht auch nur mit Vorsicht buchen kann. Magnetic Island hat gezeigt, dass das Wetter vor der Kueste nicht unbedingt besser sein muss als auf dem Festland.

Im Unterschied zu Suedostasien ist das Problem hier, dass man immer Touren buchen muss um was zu sehen. Die Staedte sind meist weniger aufregend und es gibt einfach wenig neues. Manche Staedte haben vielleicht eine Lagune oder einen botanischen Garten, manchmal ein Museum. Das Reisen durch Asien war von den Farben, der Kultur, dem Essen und einfach allem drumherum viel aufregender. Allerdings bekomme ich ja auch nicht so viel zu sehen hier und ich denke wenn man mehr ins Landesinnere faehrt, dann bekommt man auch eher das zu sehen was Australien wirklich ausmacht.

Ist natuerlich auch eher langweilig wenn einem das Wetter so sehr einen Strich durch die Rechnung macht. Und trotzdem ist es immernoch schwuelheiss.
Jetzt habe ich noch 8 Tage bis mein Flug nach Neuseeland geht und die werde ich wohl zu einem nicht geringen Teil im Bus verbringen. Denn bis Brisbane liegen noch ca. 1450 km vor mir. Und nach Airlie Beach steht nur noch ein Zwischenstopp auf meinem Plan - Hervey Bay.
Zum Glueck hab ich mir in Indonesien genug Sitzfleisch angegessen.

Dienstag, 16. Februar 2010

Ostkueste - Cairns & Townsville

Am 11. Februar bin ich nach Cairns geflogen.
Ein deutsches Maedel hat mich vom Flughafen abgeholt und zum Hostel gebracht.
Woodduck heisst es. Da ich nicht ueber Hostelworld gebucht habe, kann ich dort auch keine Review schreiben, aber wofuer hab ich einen Blog. Jetzt weiss ich jedenfalls was fuer ein nettes Hostel das Blue Parrot in Sydney war.
Woodduck dagegen war Klein Schweden. Und irgendwie lag das Durchschnittsalter bei 19 - 20, aber das mag auch allgemein ein Problem der Ostkueste sein... Es war schwierig dort zu schlafen, denn die Leute waren nicht gerade ruecksichtsvoll. Und zu guter letzt weiss ich jetzt auch endlich wie es sich anfuehlt von Bedbugs gebissen zu werden. Das es dort welche gibt sieht man ja keinem Hostel an, aber ja, es juckt wirklich so schlimm wie die schlimmsten Mueckenstiche, aber leider beissen sie oefter als Muecken stechen.
Und praktischerweise war die Kueche am letzten Morgen, als ich schon um kurz nach 7 den Bus Richtung Sueden nehmen musste, noch verschlossen und ich musste alle meine Essenssachen dort zuruecklassen.
Und Essen ist ja bekanntlich nicht das Guenstigste hier.
Irgendwie also kein guter Start in Queensland.

Allerdings war das Hostel nur die eine Sache und von Cairns aus habe ich eine Schnorcheltour zum Great Barrier Reef gemacht. Ein bisschen mehr bezahlt als die guenstigeren Touren und schon befand ich mich auf einem super Schiff mit leckerem Essen und dafuer dass man etwas mehr zahlt hat der Veranstalter aber auch die Permissions um zu tolleren Plaetzen am Riff zu fahren.
Wir waren also ein Haufen Taucher und Schnorchler und das mit dem Tauchen ist bestimmt noch toller, ich weiss, aber Zeit und Geld haben mich vom Kurs abgehalten. Aber beim Schnorcheln sieht man ja auch viel und kann ja auch ein bisschen tauchen auch wenn das ziemlich viel Kraft verlangt.

Aber waehrend dem Trip wusste ich wieder wieso ich reise. Wenn man nicht ganz verwoehnt ist und selbst dann ist es wirklich so fantastisch schoen das Riff zu sehen. Das Schiff hat an 3 Stellen gehalten und es war meist ziemlich tief, aber die Korallen waren so bunt und es gab so viele Fische, selbst von den Papageienfischen kam uns ein Schwarm entgegen die bis zu 1 Meter lang waren.
Und einen Reef Hai und eine Schildkroete hab ich gesehen, aber die sind mir damals in Malaysia schon begegnet. Und einen Stingray. (Papa: http://www.leo.org/)
Die meisten von uns hatten Stingersuits an, sexy Ganzkoerperanzuege mit Kapuze und Handschuhen, damit man nicht von den vielen nichtgefaehrlichen oder gefaehrlichen Quallen gestochen werden konnte. Eine Auserwaehlte hat es dann doch gestochen, schoen im Anzug eingepackt hat es sie an der Lippe erwischt.
Aber alles halb so wild.
















Nach 4 Naechten in Cairns bin ich dann weiter Richtung Sueden nach Townsville fuer 2 Naechte, zu bequem um mich zu entscheiden ob ich hierbleiben soll - wobei die Stadt nicht wirklich was bietet - oder auf die Magnetic Island vor der Kueste fahren sollte oder einfach weiter Richtung Sueden.
Jetzt sitze ich mit zwei finnischen Maedels am Faehrableger und wir warten auf die Faehre die uns zur Magnetic Island bringt. Diese ist Teil eines Nationalparks und angeblich gibt es eine Menge Tiere dort die nicht alle 8 Beine haben oder gar keine und auch schoene Straende.
Auf Wikipedia kann man nachlesen wieso es Magnetic Island heisst. Ist ganz interessant.

Allerdings apropo Straende: Es gibt zwar angeblich an manchen Straenden Quallennetze, allerdings hab ich gestern in der Zeitung gelesen, dass Townsville auch 'Queenslands shark capital' genannt wird...
Aber davon erzaehl ich lieber das naechste Mal. Wenn es ein naechstes Mal geben wird.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Sydney & Blue Moutains

Die letzten Tage in Sydney gingen ziemlich schnell vorbei. Wirklich beeindruckt hat mich die Stadt nicht so, aber es war ganz nett und einen Tag hab ich die Faehre nach Marley Beach rueber genommen um den Surfern zuzuschauen und den vorletzten Tag eine Tour in die Blue Mountains gemacht. Dabei wurde ich wieder daran erinnert, dass meine Fitness etwas gelitten hat die letzten Monate...

Aber die Landschaft war wirklich toll, wobei diese "Mountains" ins Deutsche uebersetzt eher Huegel waeren. Trotzdem sehr schoen zu sehen und was wir uns nicht vorher alles anhoeren mussten vom Guide (der dort aufgewachsen ist) bezueglich der Spinnen und Schlangen und das es drei Wochen lang vorher geregnet hat natuerlich auch der Blutegel die an jeder Ecke in Trauben haengen sollten. Wir natuerlich alle total angespannt, weil ja auch einige der Spinnen und Schlangen die dort leben nicht harmlos sind. Dabei haben wir aufsummiert am Ende genau 1 Spinne gesehen und zwar auch nur, weil Nik, der Guide mit seinem Finger draufzeigte und sie war noch nicht mal giftig.
Man merke sich: Spinnen die sich ueber der menschlichen Brusthoehe aufhalten sind meistens ungefaehrlich und alles was darunter lebt ist eher gefaehrlich bis sehr toedlich.
Letztendlich sind sogar zwei Typen in Flipflops gewandert wovon der eine dann zu barfuss gewechselt hat. Das Ergebnis war nicht ein einziger Blutegel. Also ihr merkt, von der Tierwelt hier hab ich noch nicht so viel gesehen...


 

Sonntag, 7. Februar 2010

No summer in the Sydney

Aehm, oder so. Jedenfalls scheint jemand versuchen zu wollen eine globale Gleichberechtigung schaffen zu wollen. Waehrend hier der Sommer nicht richtig zu Rande zu kommen scheint, wuetet am andere Ende der Welt der Winter extremer als sonst.

Seitdem ich am Samstag in Sydney ankam ist das Wetter heute zum ersten Mal ertraeglich besser geworden. Vorher hat es nur geregnet, immer zwischen faserig und in Stroemen. Und Sydney sieht im Regen nicht wirklich besonders aus. Und im Hostel rumzuhaengen nervt auch nach einem Tag schon. Und ich habe weder
Regenklamotten noch einen Schirm, aber spaetestens fuer Neuseeland muss ich umruesten und zu Zeit bin ich dankbar, dass ich danach dann doch noch die Fijis eingeplant habe.
Im Shuttlebus vom Flughafen hat mir dann ein Kiwi erzaehlt, dass das Wetter leider auch schon seit einem Monat so schlecht sei, aber wie gesagt: heute ist es schon besser.

Ansonsten ist alles sehr westlich und Asien fuehlte sich bei weitem wie am anderen Ende der Welt an als Australien. Aber viel hab ich noch nicht gesehen, erstmal wirken lassen. Jedenfalls sind die Preise merkbar westlicher, essen gehen ist nicht mehr drin. Ein bisschen vermisse ich das asiatische Essen schon...
Mein Hostel habe ich jetzt bis Donnerstag verlaengert und dann geht mein Flieger nach Cairns. In die Tropen.
Heute werde ich mir mal mehr von Sydney anschauen und eventuell morgen noch eine Tour machen, aber eigentlich bin ich mehr planlos als dass ich zu viel auf dem Zettel haette. Treiben lassen eben.