Posts mit dem Label Indonesien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Indonesien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. Februar 2010

Gili Trawangan Island

Von Bali aus haben wir dann die Faehre nach Lombok genommen. 4 Stunden fuer die paar Meter Ueberfahrt. Dafuer waren fast keine anderen Touris auf dem Schiff, weil wir es eben auf eigene Faust gemacht haben und nicht mit einer durchgaengigen Tour. Wir dachten naemlich so schlau wie wir waren, dass es uns Geld spart und aufregender ist. Pustekuchen. Naja, 4000 Rupies pro Person gespart bis nach Sengiggi. Das sind immerhin 30 Cent, zusammengeschmissen mehr als eine Cola. Dafuer mussten wir in Lombok angekommen, hart verhandeln um einen einigermassen Preis fuer einen geheuerten Fahrer nach Sengiggi zu bekommen. Das lag zwar noch nicht ganz da wo die Faehre hinterher auf die Gilis geht, aber schonmal fast.
Zwei Naechte sind wir dort geblieben. Lombok ist im Unterschied zu Bali ueberwiegend muslimisch und man vermisst sofort die bunten Opfergaben auf den Strassen und sieht dafuer Frauen mit Kopftuechern und Moscheetuerme.

Am Sonntag sind wir dann mit dem Minibus weiter nach Norden wo das Boot nach Gili Trawangan ablegte. Es gibt 3 Gili Inseln, Gili Trawangan die belebteste. Allerdings nicht gerade jetzt in der Low Season.
Trotzdem ist das Meer dort toll und es gibt einen schoenen Strand, viele Restaurants und Bars und sogar kleine Huetten in denen man Filme schauen kann wenn man wenigstens etwas zu essen oder trinken bestellt. Die Tage gehen schnell vorbei, allerdings hat es auch einmal einen ganzen Tag geregnet und einmal ein paar Stunden. Das setzt sofort alle Strassen dort unter Wasser. Aber man braucht sich auch nicht zu wundern wenn man in der Regenzeit hier ist...

Gestern bin ich dann in 12 Stunden den ganzen Weg wieder zurueckgefahren. Boot, Pferdekutsche, Minivan, noch ein Minivan, Faehre, Minivan. Und die Faehre kann man beim Einsteigen nicht richtig von aussen sehen. Allerdings das Boot was an einem vorbei dann in die andere Richtung faehrt. Und man denkt nur: Hoffentlich sieht unsere Faehre nicht auch so nach rostiger Buechse aus!
Allerdings kostet der Spass nur etwas mehr als 2 Euro, man kann sich auch den Umweg sparen und in das Speedboot direkt von Bali auf die Gilis investieren. Kostenpunkt 51 Euro.

Jetzt war ich nochmal eine Nacht in Kuta und Indonesien landet bei mir auf Rang 1 der Laender mit dem nervigsten Verkaufsangequatsche. Und die Maenner hier koennen es sich auch nicht verkneifen das "Sugarbabe" oder "Darling" oder ein Knutschsound aus den hinterhergeworfenen Angeboten rauszulassen.
Irgendwie werde ich das sicher nicht vermissen. In Sydney.
Heute abend geht's dann weiter. Richtung Osten, gefuehlt Richtung Westen.

Ubud & weiter nach Padangbai

So, da ich wieder mal schoen hinterherhinke mit dem Schreiben werde ich das jetzt direkt mal angehen bevor mein naechster Flug heute abend schon geht.

In Ubud waren wir ganze 10 Naechte. Wir, das war ein niederlaendisches Maedel die ich auf dem Weg dorthin kennengelernt habe und ich. Wir hatten zusammen einen Bungalow und haben sind meiste Zeit zusammengewesen. Wir haben viel geschlafen, ich glaube es liegt am Klima. Abends waren wir zwischen 22 und 23 Uhr im Bett und ich hab meistens bis zu 10 oder 11 Stunden geschlafen. Trotz der Regenzeit war es in Ubud relativ trocken, dafuer schwuel und sehr heiss. Anzusehen gibt es in der Gegend viel, z.b. den Monkey  Forest Park der wie ein kleiner Dschungel aufgebaut ist mit alten Statuen und voller Lianen und ganz viel Gruen. Darin hausen eine Menge Affen und das war es auch schon, aber es sieht alles so ein klein bisschen maerchenhaft aus - typisch Bali.
Dann sind wir einen Tag mit einem Fahrer zum Kintamanivulkan gefahren, haben uns saemtliche Tempel angeschaut und sonstige touristische Dinge unternommen. Weniger touristisch war dann der Silberschmiedkurs den wir in Ubud gemacht haben. Gluecklicherweise waren wir nur zu zweit, es werden maximal 4 Teilnehmer genommen, aber zu zweit hat man einfach bessere Chancen in den 3 Stunden mehr zu schaffen. Es hat ziemlich Spass gemacht und am liebsten haette ich direkt einen Tageskurs gemacht, aber sowas gibt es leider nicht. Oder wie in Indien wo man das angeblich mehrere Tage machen kann.
Der Kurs kostet etwa 14 Euro inklusive 5 Gramm Silber. Fuer jedes weitere Gramm bezahlt man hier 7000 Rupien was etwa bisschen mehr als 50 Cent sind. Dann kann man sich gut ausrechnen wieviel hier mit Schmuck verdient werden kann. Und Ubud platzt aus allen Naehten vor Laeden. Allerdings eher weniger die wirklich schoene Dinge haben...

Ausserdem haben wir einen Tag eine Kremierung erlebt. So wird es jedenfalls genannt und zwar wird dabei erst einmal vor dem Haus des Toten - der allerdings schon etwa 4 Wochen tot ist - eine Zeremonie abgehalten mit viel buddhistischen Gesten und Braeuchen und einer Art grosser Schrein aus Papier mit viel goldenem Klimmbimm und einem grossen schwarzen Holzbullen der reich verziert ist.
Erst dachten wir der Koerper des Toten sei in dem Bullen. Dann sagte man uns, dass der Koerper woanders aufbewahrt wuerde. Spaeter erzaehlte man uns, dass der Tote schon vorher verbrannt wuerde.
Es kamen immer mehr Menschen hinzu bis eine grosse Ansammlung entstanden war. Jemand - ich nehme an der Sohn des Toten - musste sich auf den Toten setzen und ein paar Maenner nahmen den Bullen der auf einer Art Bambusgestell befestigt war auf die Schultern und ein paar andere nahmen dern Schrein. An dem auch ein totes Huhn hing. Naja, Hauptsache geschmueckt und vollbehangen.

Frauen versuchten auf der Strasse alles moegliche den paar Touristen zu verkaufen. Vor allem Sarongs die man auf dem Friedhof tragen muesse sonst komme man nicht rein und dort vor Ort wuerden sie 150.000 Rupien (11,60 Euro) kosten. Man laesst sich hier schon ziemlich viel einfallen um den Verkauf anzukurbeln...

Dann wurde der Schrein auf der Strasse mehrmal gedreht um symbolisch alle weltlichen Dinge oder schlechten Geister abzuwimmeln (jedenfalls hab ich sowas gelesen) bevor es Richtung Friedhof ging. Die Maenner mit dem Bullen auf den Schultern liefen im Takt der Trommeln und haben zwischendurch immer eine Art Bullenreiten fuer den Jungen auf dem Tier gemacht. Der konnte sich kaum halten und alle liefen dem Zug hinterher zum Friedhof. Die Stimmung war ausgelassen und froehlich, zwischendrin immer ein paar Touristen und die indonesischen Maenner hielten sich immer zu zweit oder zu dritt an den Haenden. Wieso weiss ich nicht. 

Auf dem Friedhof gab es dann noch zig Zeremonien, der Bueffel aus Holz wurde geoeffnet und alles moegliche dort hineingelegt und am Ende wurde das Ganze angezuendet genauso wie hinterher der Schrein.
Und dann brannte alles lichterloh und die Menschen gingen langsam wieder. Das war's dann auch schon und auch eher unspektakulaer, aber der Zug zum Friedhof war schon beeindruckend mit den Massen an Menschen und dem Getrommel.

Nach 10 Tagen in Ubud nahmen wir dann den Bus nach Padangbai. Unser Ziel war eine der Giliinseln, aber wir wollten die Tour nicht auf einmal machen und durchweg buchen, sondern auf eigene Faust. Padangbai war unspektakulaer, es liegt an der Ostkueste von Bali von wo aus die Faehre nach Lombok geht.
Auf der Fahrt jedenfalls haben wir eine andere Niederlaenderin kennengelernt, mit der wir spaeter auch auf die Gilis gefahren sind. Und jetzt kann ich wohl mit gutem Gewissen sagen, dass ich - falls ich jemals im Leben nochmal einen CV schreiben muss - neben "Niederlaendisch" wieder "fliessend" schreiben werde!

Freitag, 22. Januar 2010

"Hello Madam, yes Lady, duyou need transpart, yes, motorbike, taxi? How can I help you?"

Und es ist nicht so schoen angenehm winterlich wie es beispielsweise noch in Bangkok war. Nein, es ist heiss und schwuel hier. Und es regnet, aber zum Glueck nicht oft. Die Regenzeit hier hat nichts mit der in beispielsweise Indien zu tun.

Und Bali ist wunderschoen, irgendwie hab ich das gar nicht so erwartet.
Letzten Samstag bin ich ja recht spaet abends hier angekommen und wusste eigentlich gar nichts. Zufaellig hatte ich vorher auf einer Karte gesehen in welcher Ecke der Insel Denpasar liegt, aber der Flughafen ist nochmal ein Stueck woanders. Und ich wusste wo die naechste Stadt ist wo viele Backpacker sind. Oder besser gesagt die zum Partymachen hierherkommen. Das ist naemlich Kuta.

Also hab ich mir mit zwei anderen die ich angesprochen habe ein Taxi zum hohen Festpreis nach Kuta genommen und mir ein Zimmer gesucht. Erstmal moeglichst guenstig. Dieselbe Nacht habe ich die erste asiatische Kackerlake erschlagen. Ich hab ja schon eine Menge von diesen riesigen Viechern hier gesehen, aber meine Unlust mir mit ihr mein Bad teilen zu wollen war gross und mein Flipflop musste herhalten. Nachdem ich mehrmals zugeschlagen habe und mich dann umdrehte mir die Zaehne zu putzen, sah ich zufaellig wie sie doch noch wegkroch. Die sind ganz schoen zaeh die Biester. Also flog der Flipflop nochmal drauf und ich war endlich alleine.
Allerdings ist es durch die Feuchtigkeit schwierig eine normale Unterkunft zu finden in der es nicht irgendwo schimmelt. Die erste hab ich nach der ersten Nacht gewechselt, die zweite war schon besser. Kuta ist sehr einfach, weil so viele Leute da sind. Viel Nachtleben und ausser dem Memorial das an die Opfer des Terroraktes 2002 auf einer der Strassen Kutas erinnert, gab es nichts was man sich in der Stadt haette ansehen koennen. Sie ist ueberfuellt mit Surfershops, Pubs und Guesthouses.

Und ich bin ja schn einiges gewoehnt, aber sooft wie man hier auf der Strasse angequatscht wird, weil einem ja unbedingt noch was fehlt was im Laden haengt, liegt oder was auch immer, das hab ich selten erlebt.

Nach 2 Tagen in Kuta hab ich mich laaaangsam an das Klima angefangen zu gewoehnen und bin weitergefahren nach Ubud. Und hier bin ich bald seit einer Woche. Fast mitten auf der Insel. Es ist wunderschoen & relaxt hier, aber doch sehr touristisch. Die Stadt und die Umgebung lebt viel von Handarbeit und scheinbar auch von der "Do you need transport"-Fragerei.


 














Bali ist wunderschoen, wie schon gesagt, irgendwie magisch teilweise mit der verwinkelten und verzierten Architektur, ueberall Brunnen, kleine Gaerten und oft hat man das Gefuehl, dass Strassen an kleinen Dschungeln vorbeifuehren.

Es ist keine Saison hier, man sieht nicht viele Backpacker, aber ich bin mit einer Niederlaenderin unterwegs die gerade aus Australien hergekommen ist. Alleine bin ich also auch nicht.

Die naechsten zwei Wochen hier lassen sich sicher leicht aushalten.